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Nachfolgeberatung für Hessen

Marktlage, Herausforderungen und Handlungsoptionen


Hoher Nachfolgebedarf mit spürbaren Folgen in Hessen
 
Das Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025 zeigt: Immer mehr Betriebe ziehen eine Stilllegung in Betracht, statt die Nachfolge aktiv zu gestalten. Ausschlaggebend sind vor allem das hohe Alter der Inhabergeneration, fehlendes Interesse innerhalb der Familie, zunehmende Bürokratie und Kaufpreisvorstellungen, die eine Finanzierung erschweren.
Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Nachfolgelösungen hoch. Bis Ende 2029 werden bundesweit jährlich rund 109.000 Unternehmensübergaben erwartet. Damit geraten auch wirtschaftlich stabile Betriebe mit verlässlichen Kundenbeziehungen, gesicherter Auftragslage und wertvollem Know-how zunehmend unter Druck.
Quelle: KfW Research, Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025

Hoher Handlungsdruck in vielen Branchen

Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn rechnet für den Zeitraum von 2022 bis 2026 mit rund 12.600 Unternehmensübergaben in Hessen. Das entspricht mehr als 2.500 Übergaben pro Jahr.

 

Besonders betroffen sind Kleinst- und Kleinbetriebe, vor allem in folgenden Branchen:

 

Handwerk


Im Handwerk ist der Unternehmenswert häufig eng mit Schlüsselpersonen, Meisterkompetenz und eingespielten Teams verbunden. Scheidet die Inhaberpersönlichkeit aus, verliert der Betrieb aus Sicht potenzieller Käufer:innen oft an Attraktivität – selbst dann, wenn das operative Geschäft stabil ist.

 

Handel und Dienstleistungen


Gerade in Handel, Dienstleistungen und Handwerk besteht grundsätzlich Interesse an einer Übernahme. Gleichzeitig fehlen hier oft passende Nachfolgelösungen. Im Handel kommt hinzu, dass Übernehmende häufig nicht nur den Betrieb fortführen, sondern auch bestehenden Digitalisierungsbedarf bewältigen müssen.

 

Bau und verarbeitendes Gewerbe


Hoher Investitionsbedarf, Transformationsdruck und steigende Energiekosten erschweren die Übergabe. Für Interessent:innen ist deshalb entscheidend, ob sich eine Übernahme wirtschaftlich tragfähig finanzieren lässt.

 

Gastgewerbe, Einzelhandel und Verkehr


In diesen Bereichen ist die Lage besonders angespannt. Fachkräftemangel, Modernisierungsdruck und hohe Betriebskosten mindern die Attraktivität für Übernehmende. Die Folgen sind sichtbar: Leerstände in Innenstädten nehmen zu, lokale Versorgungsangebote gehen verloren. Schließt im ländlichen Raum ein Gasthof, verschwindet oft auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt.

 

Quelle: IfM Bonn, Unternehmensdemografie Hessen; Hessische Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern; Nachfolge Check Hessen

 

Praxisbeispiel: Hütt-Brauerei Baunatal

Das Beispiel der Hütt-Brauerei in Baunatal zeigt, wie selbst bei intensiver Suche eine Nachfolgelösung scheitern kann. Marken und Rezepte wurden zwar übernommen, der Standort selbst jedoch geschlossen. Der Fall macht deutlich: Auch etablierte Betriebe mit stabiler Marktposition haben keine Garantie auf eine erfolgreiche Übergabe, wenn Investitionsbedarf, Kostenentwicklung und Ertragserwartungen nicht zusammenpassen.

 

Warum Nachfolgen scheitern

 

Viele Unternehmensübergaben scheitern nicht an fehlendem Interesse, sondern an vermeidbaren Hürden:

 

·         zu später Beginn der Nachfolgeplanung, oft erst unter akutem Zeitdruck

·         überhöhte Preisvorstellungen, die weder marktgerecht noch finanzierbar sind

·         hoher bürokratischer Aufwand; laut KfW nennen 42 Prozent der Unternehmen mit Stilllegungsplänen dies als wesentlichen Grund

·         fehlende Nachfolgerpersönlichkeiten mit Führungskompetenz, Branchenkenntnis und unternehmerischer Erfahrung

·         unvollständige Unterlagen und ein nicht gesicherter Wissenstransfer

 

Unterstützungsangebote in Hessen

 

Hessen verfügt über ein gewachsenes Netzwerk an Beratungs- und Matching-Angeboten:

 

·         nexxt-change: bundesweite Börse, die Anbieter und Übernehmende anonym zusammenbringt

·         RKW Hessen: geförderte Beratung und Coaching vor und nach der Übergabe

·         Festival „Hessen macht Zukunft“ (Wiesbaden): Vernetzung und öffentliche Sichtbarkeit für das Thema

 

Beratung durch wetando

Über Orientierung und Vernetzung hinaus begleitet wetando hessische Unternehmer:innen auch bei der konkreten Umsetzung der Unternehmensnachfolge – individuell und bis zur tragfähigen Übergabe. Mit klarer Struktur, realistischen Annahmen und einem verlässlichen Prozess hilft wetando, die Übergabe systematisch vorzubereiten und umzusetzen:

 

  1. ·         Wahl der passenden Übergabeform: Verkauf, Beteiligung oder schrittweise Übergabe
  2. ·         Entwicklung einer finanzierbaren Kaufpreis- und Zahlungsstruktur, die Käufer und Verkäufer gleichermaßen absichert
  3. ·         Absicherung von Know-how, Schlüsselkräften und Kundenbeziehungen über den Übergabezeitpunkt hinaus
  4. ·         Klarer Fahrplan für den gesamten Übergabeprozess mit realistischer Zeitplanung

 

So gelingt der Generationenwechsel nicht unter Druck, sondern geordnet und verlässlich.

 

 

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